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Das im Areal der ehemaligen
Textilfabrik Ganahl in Frastanz seit 1998 bestehende
„Elektrotechnische Museum“ bedurfte dringend einer Erweiterung.
Zugleich war der Vereinsleitung bewusst, dass ein derartiges Museum
allein nicht überlebensfähig ist. Nachdem auch der
Landesfeuerwehrverband seit längerem auf Standortsuche für ein
Feuerwehrmuseum war und in diesem Gebäude die erforderlichen
Räumlichkeiten vorhanden sind, kristallisierte sich bald eine
gemeinsame Lösung heraus. Erweitert wurde zwischenzeitlich dieses
Projekt noch durch die Kooperation mit dem Rettungsmuseum Hohenems,
welches an seinem bisherigen Standort ausziehen muss.
Als besonderer Glücksfall kann die Bereitschaft des aus Hard
stammenden, renommierten Historikers und Museumskurators, Dr.
Reinhard Mittersteiner (Wien), gewertet werden, welcher sich sofort
bereit erklärte, an diesem ehrgeizigen Projekt mitzuwirken. In
Zusammenarbeit mit Architekt DI Joachim Schmidle (Frastanz) entstand
ein erster Projektentwurf, der anschließend den maßgeblichen Stellen
im Landhaus vorgestellt werden konnte. Sowohl Landeshauptmann Dr.
Herbert Sausgruber, als auch der zuständige Landesrat Dr. Hans Peter
Bischof, standen der Idee von Anfang an sehr positiv gegenüber. Auch
die parallel dazu mit der Marktgemeinde Frastanz geführten Gespräche
verliefen erfolgreich. Bürgermeister Harald Ludescher und Mag. Eugen
Gabriel als Obmann des Kulturausschusses signalisierten ihre
Zustimmung.
Nachdem nunmehr seitens des Landes und der Marktgemeinde Frastanz
die prinzipielle Zusage für dieses Projekt gegeben wurde, konnte am
27. November 2003 der Dachverein „Museumszentrum Frastanz“ gegründet
werden. Ihm obliegt die Koordination des Ausbaues und der spätere
Betrieb des Museumszentrums. Bis jetzt sind ihm die drei Vereine
„Museumsverein E-Werke Frastanz“, der „Verein für Brandschutz- und
Feuerwehrgeschichte Vorarlberg“ und der „Verein 1. Österr.
Rettungsmuseum Hohenems“ angeschlossen.
Als Ausstellungsfläche stehen im Museumszentrum ca. 2000 m2 (ohne
Lager) zur Verfügung. Außerdem ist in weiterer Folge auf dem
derzeitigen Freigelände der Bau einer Fahrzeughalle mit ca. 500 m2
für die historischen Einsatzfahrzeuge vorgesehen. Die bisherige
Ausstellung des Elektrotechnischen Museums mit der Wasserkraftanlage
und der Marmor-Schalttafel im EG wird um eine wesentliche Fläche im
1. OG erweitert. Dort wird auch ein Teil des Feuerwehrmuseums
untergebracht. Der restliche Teil ist im 2. OG, verbunden mit einer
Treppe bzw. Lift, vorgesehen. In diesem Geschoss wird auch das
Rettungsmuseum seinen Platz finden.
Im 4. OG wurde bereits das Depot mit Werkstätte und Büro für die
gemeinsame Nutzung eingerichtet.
Die Besucher erreichen die verschiedenen Ausstellungen vom
gemeinsamen Foyer im ersten Stock aus. Dort sind auch die WC-Anlagen
und Räume für Veranstaltungen, Tagungen und Präsentationen
vorgesehen.
Das Museumszentrum Frastanz soll aber nicht nur ein besonderes,
überregionales Museum, sondern auch ein Informationszentrum
(Kommunikationszentrum) für die Bereiche Elektrotechnik, Feuerwehr-
und Rettungswesen werden. Zudem ist eine Erweiterung der Sammlungen
auf die Bereiche Gendarmerie, Polizei, Bundesheer, Zoll, sowie
Medizintechnik und Tabak (Frastanz war früher Tabakanbauland)
vorgesehen. Auch für die Brand- und Unfallverhütung ist im
Museumszentrum Platz.
Bei der Gründungsversammlung wurden Peter Schmid zum Präsidenten,
sowie Manfred Morscher und Ernst Schwarz zu Vizepräsidenten
gewählt. Als Schriftführer wurde Rainer Ratt und als Kassier Kurt
Moll bestellt.
Als Beiräte fungieren Mag. Eugen
Gabriel (Bürgermeister der Marktgemeinde Frastanz), Harald Ludescher
(Alt-Bürgermeister der Marktgemeinde Frastanz), Mag. Markus Pedot
(Direktor der Raiffeisenbank Frastanz), Mag. Markus Wallner (KO im
Vlbg. Landtag), Mag. Harald Sonderegger (Vizepräsident des Roten
Kreuzes und Regio-Obmann)
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