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 Verein für Brandschutz- und Feuerwehrgeschichte Vorarlberg


Am 4. November 2002 wurde im Sitzungszimmer
des Landesfeuerwehrverbandes Vorarlberg der "Verein für Brandschutz‑ und Feuerwehrgeschichte Vorarlberg" gegründet. Bei dieser Gründungsversammlung wurde Peter Schmid (OF Motten‑Mariex) zum Obmann und Erich Walser (OF Tosters) zum Stellvertreter gewählt. Als Schriftführer ist Rainer Ratt (OF Bludenz) und stellvertretend Ingo Valentini (OF Göfis) tätig. Die Kassageschäfte führt Franz Semmler (OF Rankweil) mit seinem Stellvertreter Thomas Sprenger (OF Feldkirch-Stadt). Beiräte sind Landesfeuerwehrinspektor Ulrich Welte und Günther Watzenegger (Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes), sowie Eugen Schertler (OF Bregenz‑Stadt), Oswald Tschugmell (OF Bürs), Franz Wolf (OF Schwarzenberg) und Hubert Feuerstein (OF Egg).

Zur Vorgeschichte:
Bei der am 13. April 2000 stattgefundenen Sitzung des Arbeitskreises 8 "Feuerwehrgeschichte" des Landesfeuerwehrverbandes Vorarlberg berichtete der Vorsitzende Peter Schmid über das Elektrotechnische Museum in der ehemaligen Firma Ganahl in Frastanz. In diesem Gebäude stünden noch einige Räumlichkeiten leer, die für ein Feuerwehrmuseum geeignet und verwendet werden könnten. Zudem würden seit einiger Zeit Überlegungen bestehen, das gesamte Areal für ein „Museums‑ und Kommunikationszentrum“' mit Museen, Büroräumen, Geschäften und Gastronomie zu nutzen.

Da beim Landesfeuerwehrverband Vorarlberg selber Platzmangel herrscht und dem Arbeitskreis für Feuerwehrgeschichte nur ein kleiner Raum im Keller für die Archivierung zur Verfügung steht,  von Seiten der Feuerwehren aber immer mehr historische Geräte und Fahrzeuge zur Lagerung und Aufbewahrung übergeben werden, wäre die Errichtung eines Feuerwehrmuseums in diesem ehemaligen Spinnereigebäude in Frastanz geradezu ideal.

Dank den Bemühungen von LFI Ulrich Welte, Peter Schmid und Manfred Morscher (Obmann des „Elektrotechnischen Museums“) konnten auch die zuständigen Organe des Landes, LH Dr. Herbert Sausgruber und Landesrat Bischof, von diesem Vorhaben überzeugt und gewonnen werden. Bereits im Herbst 2001 fand eine Besichtigung des Gebäudekomplexes statt. Daraufhin wurde Dipl. Arch. Joachim Schmidle aus Frastanz mit einer Gesamtplanung für das Areal beauftragt. Nach zahlreichen Besprechungen wurde am 12. Dezember 2001 sein Konzept dem Arbeitskreis "Feuerwehrgeschichte" vorgestellt. Für das Feuerwehrmuseum wurde eine Fläche von 680 m2 vorgesehen ‑ aufgeteilt auf zwei Stockwerke sowie einer Fahrzeughalle im Freigelände. Von Dr. Reinhard Mittersteiner wurde das Grundkonzept für die Innengestaltung erstellt. Ein Teil des Museums soll "klassisch", der andere Teil soll "modern" (mit Multimedia-Shows etc.) gestaltet werden. Es sollen abwechselnd verschiedene Ausstellungen stattfinden und alle Feuerwehren Vorarlbergs vorgestellt werden. Von verschiedenster Seite (befreundete Museen, Feuerwehrkameraden) wurde spontan Unterstützung bei der Realisierung unseres Vorhabens zugesagt. Kooperationen mit anderen Museen (z. B. gemeinsame Ausstellungen, Leihgaben), Hilfe bei geschichtlicher Aufarbeitung und vieles mehr wurde angeboten. Das „Museumszentrum“ soll aber nicht nur „Museum“ sein, sondern ein Informationszentrum für alle.

Auch das Rettungsmuseum Hohenems (Obmann Ernst Schwarz) wird sich infolge anderweitiger Verwendung des bisherigen Standortes in das Museumskonzept Frastanz einbringen und die in jahrelanger, liebevoller Arbeit gesammelten Exponate im neuen Museumsareal ausstellen.

Seither laufen die Vorbereitungen und Planungen (Kostenschätzung/Stufenplan) auf Hochtouren und laufend finden Gespräche mit LH Dr. Sausgruber, Mag. Markus Wallner, Dr. Reinhard Mittersteiner, Gemeinde Frastanz statt. Alle Verantwortlichen sind auf Grund der Zusage von LH Dr. Herbert Sausgruber zuversichtlich, dass nach Vorhandensein der finanziellen Mittel seitens des Landes das Projekt Feuerwehrmuseum in Vorarlberg" demnächst begonnen und bald verwirklicht werden kann.

Für die Betreibung und Erhaltung dieses Feuerwehrmuseums wurde also nunmehr die Gründung eines „Museumsvereines“ erforderlich. Nach der Erstellung der Vereinsstatuten wurden diese samt einer Proponentenliste der Sicherheitsdirektion Vorarlberg übersandt und mit Bescheid vom 17. Juni 2002 die Bildung dieses Vereines genehmigt. Auf Grund des am 1. Juli 2002 neu in Kraft getretenen Vereinsgesetzes 2002, BGBl. 66/2002, wurden die Vereinsstatuten dem neuen Vereinsgesetz angepasst und von der Bezirkshauptmannschaft Bludenz ebenfalls genehmigt.

Aufgabe des neugegründeten Vereines ist die Pflege und Förderung des Feuerwehrwesens, im besonderen die Erforschung der Feuerwehrgeschichte, sowie das Sammeln von Gegenständen rund um das Feuerwehr‑ und Rettungswesen. Ebenso bezweckt dieser Verein die Erhaltung und Betreibung eines Feuerwehrmuseums im Land Vorarlberg. Der Tätigkeitsbereich ist vorrangig in Vorarlberg und Österreich, sowie dem benachbarten Ausland. Um dies zu verwirklichen, stehen folgende Aufgaben im Vordergrund: Anschaffung und Sammeln von Fahrzeugen, Geräten, Utensilien und Fachliteratur, sowie der Austausch von solchen Gegenständen und von Erfahrungen; Restaurieren und Instandhalten, sowie die Dokumentation und Archivierung dieser Gegenstände; unentgeltliche Beratung der Mitglieder bei Fragen im genannten Tätigkeitsbereich des Vereines; fallweise Durchführung von Vorträgen oder Ausgabe von Vereinsmitteilungen; Kontakte und Erfahrungsaustausch mit anderen Vereinen, Museen und Institutionen sowie Studienreisen zu solchen Einrichtungen; Veranstaltungen zur Werbung von Mitgliedern und natürlich die Pflege der Geselligkeit bei zwangslosen Zusammenkünften.

Die Vielzahl dieser Aufgaben wurden in Sachgebiete aufgeteilt (z.B. für Bücher und Chroniken, Orden und Ehrenzeichen, Uniformen, Kleinlöschgeräte, Fahrzeuge, etc.). Dafür bilden sich die Mitglieder der Vereinsleitung ständig bei nationalen und internationalen Veranstaltungen und Lehrgängen in ihrem jeweiligen Sachgebiet weiter, wie etwa bei CTIF Delegiertenversammlungen und Arbeitskreisen, bei Tagungen und Lehrgängen der Geschichtekommission des ÖBFV, oder bei Symposien für Feuerwehrhistoriker.
 

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