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Wie alles begann:
Mein
Name ist Ernst Schwarz, erlernter Beruf Polsterer, Tapezierer und
Sattler.
Als 10-jähriger hatte ich schon sehr viel Kontakt mit schwer
verletzten Soldaten im Heimatlazarett Riedenburg in Bregenz, wo auch
meine Mutter tätig war. So sah ich, was für Aufgaben Sanitäter und
Schwestern hatten, auch wie wichtig die Hilfe gesunder Menschen für
Kranke und Schwerverletzte war. Das alleine hat in mir den Gedanken
nicht mehr los gelassen, auch ich wollte Sanitäter werden und
helfen.
So war es auch 1956, als ich den ersten „Erste-Hilfe-Kurs“
absolvierte und durch laufende Weiterschulung sowie Kurse, es auch
zum Sanitätsoffizier brachte. Ich blieb dem Roten Kreuz bis heute
treu. Neben dieser Tätigkeit baute ich auch das erste
Österreichische Rettungsmuseum auf.
Ich habe damals schon angefangen zu sammeln und Dinge zu tauschen.
Durch meine Mitgliedschaft bei der Wettkampfgruppe des Roten
Kreuzes, konnte ich internationale Kontakte knüpfen und lernte die
verschiedensten Kameraden aus ganz Europa kennen. Daraus haben sich
einige langjährige Freundschaften entwickelt. Durch die Werbung
dieser Freunde konnte ich so manches Unikat ins Ländle bringen. Es
gab auch einige Besucher, die mir etwas mitbrachten.

Als ich im Jahr 1993 hörte, dass das „Klausur- Gebäude“ beim
Krankenhaus Hohenems, wo die Geistlichen Schwestern wohnten, frei
werde, habe ich bei der Stadt Hohenems angefragt, ob ich eine
Ausstellung in diesen Räumlichkeiten machen könnte. Das wurde mir
sofort zugesagt.
So
entstand am 23. Juli 1994 das „Erste Österreichische Rettungsmuseum
Hohenems“. 14 Tage hatten ich und mein Kollege Harald Willi Zeit für
den Aufbau der Ausstellung, damit wir auch zugleich mit der neuen
Rot-Kreuz-Stelle Eröffnung feiern und unsere Ausstellung
präsentieren konnten. Bei der Ausstellungseröffnung machte mir der
damalige Bürgermeister große Hoffnungen mit den Worten „lieber Ernst
du hast hier ja keine Ausstellung, sondern ein fertiges Museum“. So
machte er mir noch das Angebot, in diesen Räumlichkeiten bleiben zu
dürfen, bis er für dieses Museum einen passenden Standort gefunden
habe. Von diesem Zeitpunkt an konnte ich dieses Museum nach dem
heutigen Stand einrichten und alles noch vorhandene Material, das
ich bei mir Zuhause eingelagert hatte, zur Präsentation bringen, was
natürlich mit sehr viel Arbeit verbunden war.
Im
Jahre 2003 verkaufte dann die Stadt Hohenems das Krankenhaus an das
Land. Ab diesem Zeitpunkt war mir klar, dass auch das Rettungsmuseum
eine neue Bleibe suchen musste.
In den 10 Jahren des Bestehens hatte ich neben sämtlichen
Rot-Kreuz-Gruppen und Schulen, auch prominente Besucher, wie
beispielsweise Landeshauptmann Dr. Herbert Sausgruber mit seiner
Frau Ilga; Minister Dr. Werner Fasslabend; Dr. Vran und Hofrat
Harnreich vom Unterrichtsministerium in Wien; Regierungsrätin Alice
Scherrer aus der Schweiz, ihres Zeichens Delegierte und
Koordinatorin bei der WHO in Genf; sie alle sind in mehreren
Gästebüchern mit Photos und deren Unterschriften festgehalten.
Zukünftig
wird das „1. Österreichische Rettungsmuseum“ in der in Entstehung
befindlichen „Vorarlberger Museumswelt“ in Frastanz eine neue Heimat
finden, wo die umfangreiche Sammlung als interessante Ergänzung zum
„Feuerwehrmuseum“ und zum „Elektrotechnischen Museum“ einen würdigen
Platz finden wird.

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